Norwegen - Fröya

>> Ein Reisebericht von Wolfgang Kretzschmar

Die Reise ging in Röbel um 6.00 Uhr los. In Rostock nahmen wir die Fähre nach Gedser und dann von Helsingör bis Helsingborg. In Schweden angekommen gingdie Fahrt durch die schöne Stadt Göteborg bis kurz vor Oslo, wo wir übernachten.

Am nächsten Morgen, ca. 7.30 Uhr, begann die letzte Etappe zur Insel Fröya. Wir fuhren durch den ersten Tunnel, ca. 5700 m lang, nach Hitra – man muss gut aufpassen, auf der Hälfte steht ein Blitzer. Dann ging es von der Insel Hitra nach Fröya wieder durch einen Tunnel ca. 5300 m lang. Noch ca. 35 km bis zur Unterkunft.

Nach 12 Stunden Fahrt sind wir in unserer Ferienwohnung angekommen. Gegen 19.00 Uhr richten wir uns in unserem super Ferienhaus häuslich ein und bereiten das Abendessen zu. Danach wird das Angelgeschirr für den nächsten Tag klargemacht.

Am folgenden Morgen ging es zu den Booten. Sie sind ca. 19ft und haben 40 bzw. 50 PS Motoren. Jedes hat auch ein gutes Echolot und GPS. Bei 4 Personen beträgt die Höchstgeschwindigkeit 30km/h. Wenn wir richtig gut fangen wollen, müssen wir vor Fröya aufs offene Meer – ca. 1 Stunde mit Vollgas. Aber Vorsicht, ich empfehle 2 Reisetabletten zu nehmen gegen Seekrankheit.

Meistens erfolgen die Bisse von Heilbutt, Dorsch und Seelachs unter den Fischschwärmen bei 20 – 25 Meter, was die Angler bestätigen können, die mit mir auf Fröja waren. Im flachen Bereich ist die Hängergefahr sehr groß, da die Fische unter Tellerkorallen und große Wasserpflanzenblätter stehen. Da verliert man schon mal den einen oder anderen Pilker.

Ich habe mir ein Echolot und Kartenplotter von Lowrance zugelegt, welches mir ein Punktgenaues anfahren der Angelstellen ermöglicht. Ich kann auch mit diesem Gerät zu Hause meine Angelstellen aussuchen, Untiefen usw. Gerne bin ich auch bereit das Gerät in meinem Geschäft vor zu führen.

Des weiteren sollte man Ebbe und Flut beachten. Die Ausfahrten erfolgen nur bis Windstärke 4. Ab Windstärke 5 und Schaumkämmen bleiben wir lieber im Ferienhaus.

Der Vermieter Rolf und seine Frau Liv lesen uns jeden Wunsch von den Augen ab. Er holt jeden Tag Benzin, so dass uns die Fahrerei erspart bleibt. Ebenso besorgt er uns Lachs geräuchert oder Gravetlachs.

Auch hier ist es so, dass die Fische nicht von alleine ins Boot kommen – nur der Pilker fängt, der im Wasser ist!

Am Abend fahren wir wieder zum Hafen um die Fische zu filetieren. Dort haben wir zwei Filetierhäuser und zwei Bänke im Außenbereich. Die Gefriertruhen stehen in der Scheune neben den Filetierplätzen. Der Fischabfall wird nicht ins Hafenbecken geworfen, den nehmen wir nächsten Tag mit aufs Meer.

Viele große Fische und eine schöne Woche wünscht
Wolfgang Kretzschmar
Petri Heil!

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